
Männergesundheit & Hormone
Die Alzheimer-Krankheit – doch
ein Hormonproblem?!
Die Hautpille aus natürlichen (biogenen) Hormonen
Die bisherigen Antibaby-Pillen mit
synthetischen Östrogenen sind seit 1995 wegen ihrer toxischen Wirkung -gegenüber
der möglichen Verwendung biogener Östrogene- nicht mehr empfehlenswert!
Als Ende der 50er Jahre die erste europäische „Pille“ (Anovlar *) von der
Schering AG, Berlin, auf den Markt kam, hatte eine neue Ära für die Frauen
begonnen. Sie waren nun weniger „versklavt“, wurden selbstbewusster, konnten
selbst über ihren Körper entscheiden.
(* am 1. Febr. 1961 in Australien und am 1. Juni 1961 in Westdeutschland eingeführt)
Danach aber wurde die Lebertoxizität der
synthetischen Östrogene nicht nur erkannt, sondern durch Reduktion der Dosis
auch verringert. (Beim Abbau dieser sonst nicht im menschlichen Körper
vorkommenden Östrogen-Form mit einer Ethinylgruppe tut sich der menschliche
Organismus wegen entsprechender Enzymprobleme schwer.) Die in der Leber sich aufstauenden
synthetischen Östrogene führen nicht nur zu Leberzellwucherungen bis hin zur
nodulären Hyperplasie („Knötchenbildung“), sondern auch zu verstärkten
Eiweißfraktionen (Bindungsproteinsyntheseschaden) mit Zunahme der Blutgerinnung
und damit der Thrombosegefahr. Außerdem kommt es zum Anstieg der
Bindungsproteine für Schilddrüsenhormone, was bei vielen Frauen zum Zustand
einer funktionellen Schilddrüsen-Unterfunktion führt, und zum
Anstieg des Bindungseiweiss für Cortisol, was einen Cortisol-Mangel vortäuscht
(Neigung zu Entzündungen und schnellere Hautalterung).
Die Zusatzbezeichnung „Mikropille“ soll diesen Umstand verharmlosen.
Die Entwicklung stärker wirkender Gestagene (Derivate des Gelbkörperhormons,
die die eigentliche Verhütung ausmachen) machte zwar eine geringere
Ovulationshemmdosis auch dieser Hormone möglich (damit auch eine Verringerung
der toxischen Östrogene), doch wurden von den Laien diese „Mikrodosierungen“
verkannt.
(Ein LKW voller TNT richtet bei einer Explosion einen geringeren Schaden an als
eine Atombombe von Wassereimergröße.)
Hinzu kommt, dass die anti-östrogene, intrazelluläre Wirkung dieser potenten Gestagene, bzw. die noch immer zu hohe Gesamt-Dosierung bei viel zu niedrigem 17ß-Östradiol-Serumspiegel mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür verantwortlich gemacht werden kann, dass die
Brustkrebsrate der 35-55jährigen Frauen in der heutigen Zeit um ein vielfaches angestiegen ist.
In der Zwischenzeit lässt sich dieser Umstand auch ausreichend wissenschaftlich erklären. Es entsteht eine vielseitige Veränderung der Wachstumsfaktoren, die auch vorerst zur vermehrten Kernteilung, aber nicht zur Ausreifung der Schleinhaut-Zellen führt.
Zudem wird bei all diesen Antibaby-Pillen die
Eierstockfunktion zum Erliegen gebracht. Das heißt, auch die körpereigenen
Anabolika, welche die Frau für Libido, Haarwachstum, Hautdicke und Antrieb
(auch sportliche Leistungen!) benötigt, werden nicht mehr in den Eierstöcken
gebildet. Diese Wirkung auf die Psyche lässt eine eher passive
Lebenseinstellung entstehen und bremst den Lebenstrieb. (Beschrieben
in: „Die sogenannte Sünde“ v. Marc Chatenieu.)
Das ,,männliche“ Hormon Testosteron macht unter gesunden Bedingungen keinen
Haarausfall - weder beim Mann noch bei der Frau! (wie es auch beim Mann kein
Wachstum der Prostata verursacht - wohl aber der Muskulatur).(Prof. Krieg,
Bochum; aus SPEKULUM aktuell, Juni 1991). Wäre dies nämlich so, dann hätten
alle gut aussehenden männlichen Hollywood-Schauspieler mit ihren schönen
Frisuren keine Hoden mehr.Vielmehr wird für die Akne, den Haarausfall und das
Prostata-Wachstum der Metabolit (Abbau-Stoff) DHT (5alpha-Dihydrotestosteron) -
welches vorwiegend aus den Nebennieren stammt - verantwortlich gemacht.
Entsprechende Enzymschäden und molekulare Mechanismen der Bindung an
Steroidrezeptoren scheinen dies zu belegen.
(Sie müssen sich das so vorstellen: Hormone sind in unserem Körper "Motorrad-Polizisten", welche zu den Kreuzungen fahren und dort den Verkehr regeln. Enzyme sind die "Werkstatt-Mechaniker", welche die Motorräder fahrtüchtig machen.)
Außerdem ist den wenigsten Menschen bekannt, dass eine ca. 25jährige zeugungsfähige, sehr weibliche Frau mit wunderschönstem vollen Haar 5x soviel (!) Testosteron im Blutserum hat wie eigenes Eierstocks-Östrogen!
Durch Abspaltung der Ethinylgruppe von dem
synthetischen Östrogen wird an den Körperstellen, wo das enzymatisch
erfolgt, eine entsprechende Östrogen-Wirkung möglich. Wie sehr dies schon bald
bei der Scheidenschleimhaut nicht mehr geschieht, sieht man bei der Beurteilung
der Hormonabstriche von dieser Stelle (z.B. bei der Krebsvorsorge). Bei den
Pilleneinnehmerinnen entsprechen die Befunde einer ca. 20 Jahre älteren Frau.
Viele junge Frauen bemerken es auch an dem Umstand, dass sie nach einigen
Jahren der Pilleneinnahme auch kaum noch eine Blutung bekommen und über eine
Scheiden-Trockenheit klagen.
Dass die herkömmlichen Pillen vorerst bei über 90% der Frauen nicht
größere Schäden hinterlassen, verdanken die Frauen ihren jugendlichen
Nebennieren, die noch einige Jahre natürliche Östrogene produzieren. Bei 10%
der Frauen werden ohnehin in den Nebennieren die „männlichen“ Vorhormone nicht
genügend in „weibliche“ Hormone abgebaut (umgewandelt). Damit kommt es bei
diesen Frauen besonders früh zum Haarausfall.
Bei den meisten Pillengestagenen (bei einigen Gestagen-Arten früher) wird nach
ca. 2 Jahren das Enzym zwischen Östradiol und Östron so verändert, dass das
Gleichgewicht zu Gunsten von Östron verschoben ist. Damit verringern sich auch
bei den übrigen Frauen die natürlichen Östrogene im Blutserum aus den
Nebennieren. (Ursache ist die Veränderung des Cofaktors NADP = Nicotinamidadenindinucleotid-Phosphat mit
Verringerung des NADPH; siehe Enzymtafel Ziffer 6).
Dadurch stauen sich die „männlichen“ Hormone, insbesondere das Androstendion aus den Nebennierenrinden. (Ein
Androstendion von über 2,4 ng/ml im Serum macht immer Akne und Haarausfall!).
Dieses Androgen ist kaum an SHBG (sexualhormonbindendes Globulin) gebunden und
dringt immer in die Zelle ein, wo es zu dem Dihydrotestosteron abgebaut wird.
(Das führt zum vermehrten Wachstum der Talgzellen -Sebozyten-, und da diese
immer mit der Talgentstehung absterben, ersticken
die Haar-Wurzeln.)
Hinzu kommt, dass bei längerer Stress-Situation nicht nur vermehrt Androgene in den Nebennieren gebildet werden, sondern durch das folgende Cortisol-Defizit auch vorübergehend ein Aromatase-Mangel (s. Ziffer4) eintritt, was den Androgen-Aufstau noch verstärkt. Unter diesem Zustand wird auch ein drittes Enzym, welches die Androgene abbaut, defizitär, da es Östrogen-abhängig ist (Enzymtafel Ziffer 5).Dies alles regt die Vermehrung der Sebozyten an, was nach deren Apoptose auch zur vermehrten Talgbildung, und damit zum Untergang der Haarbalgzellen führt.
Nun gibt es zwar drei Hautpillen auf dem Markt, die hautfreundliche Gestagene aus den Progesteron-Derivaten (weitgehend natürliche Gelbkörperhormone), den Pregnanen haben (z.B. Chlormadinonacetat; Cyproteronacetat), welche die Androgenrezeptoren in den Zellen blockieren und auch für das Dihydrotestosteron (das wirksamste Endandrogen) unangreifbar machen, doch fehlt diesen Pillen das für die Haut so wichtige natürliche Östrogen.
In diesem Zusammenhang wurde schon 1991 (Dr. Doris Fanta/Östereich; SPEKULUM aktuell) festgestellt, dass das Spirinolacton (in neueren Verhütungspillen als Gestagen verwandt) in der Hautwirkung dem Cyproteronacetat weit unterlegen ist und nur noch in Ländern eingesetzt wurde, in denen das Antiandrogen CPA nicht zur Verfügung stand.
Sexualsteroide und Enzyme der Nebennierenrinde
(Enzyme sind chemische Katalysatoren, die ein Hormon zu einem anderen werden lassen.)

Auch Verhütungsmethoden mit ausschließlich
Gestagenen (3-Monatsspritze, Gestagen-„Spirale“,
reine Gestagenpillen oder Hautimplantate)
können das Problem nicht lösen. Es kommt - über längere Zeit praktiziert -
einer vorübergehenden Kastration gleich und bringt durch Östradioldefizit ein
schnelleres Altern mit sich.
Ballett-Tänzerinnen mußten nach 3 Jahren mit der Dreimonatsspritze wegen
Gelenksschäden ihren Beruf aufgeben.
Drei hautfreundliche Antibaby-Pillen sind inzwischen seit 1992 mit ausschließlich natürlichen Östrogenen bei weit über tausend Frauen jeden Alters mit großem Erfolg im Einsatz gewesen.
Die Verhandlungen mit der Industrie ergaben: Eine
„biogene Pille“ würde zu großen Umsatzverlusten bei den herkömmlichen
Antibaby-Pillen führen!!! (Die bestehenden Patente seien ja nur deutsche
Patente, und für ein Welt-Patent müsste ein eigens von der Firma hergestelltes
Gestagen verwendet werden, um so auf dem Markt Alleinvertreibender bei
entsprechendem Preis zu sein.) Hier waren also keine Bemühungen um den
Gesundheitszustand der Frauen erkennbar!
Kleinere Firmen, für die eine solche „Bio-Pille“ ein riesiges Geschäft gewesen
wäre, müssten erst ihre „Mutterfirma" fragen, von der sie
verständlicherweise keine Erlaubnis
(wegen Geschäftsschädigung) erhalten würden!!!
15 Jahre nach der ersten Veröffentlichung über die „biogene“ Verhütungspille hat nun die Fa. Bayer-Schering endlich die erste Verhütungspille („Qlaira“; im Handel ab Mai 2009) mit ausschließlich natürlichem Östrogen im Angebot. Ich wurde nun mehrfach nach meiner Meinung zu den Dosierungen befragt. Prinzipiell ist diese neue Pille sehr zu begrüßen! Das Dienogest als Gestagen könnte sich als sehr Haut-freundlich erweisen. Die hohe Gestagen-Dosierung ist als Ovulationshemmdosis erforderlich (die verhütende Wirkung erfolgt über das Gestagen!). Die niedrige Östrogen-Dosierung (2 mg E2V=Estradiolvalerat entspricht 1,53 mg reinem Östradiol) wird bei jungen Frauen zum chronischen Östradiol-Mangel führen – falls die Aromatisierung der Nebennieren-Androgene sich verringert -, was an der immer schwächer werdenden Blutung oder an Zwischenblutungen zu ersehen sein wird. Da ein chronischer Östradiol-Mangel bei den jungen Frauen an vielen Körper-Regionen zur schnelleren Alterung führen würde, wäre anzuraten, nach 6 Monaten während der Einnahme das E2, das SHBG (sexualhormonbindendes Globulin) und das Androstendion (ist adrenalen Ursprungs) zu bestimmen. Bei einem E2 unter 80 pg/ml sollte zu der Pille 2mg Estradiol zugeführt werden.
Die Antibaby-Pillen aus natürlichen Östrogenen können auch aus Medikamenten, die für die Wechseljahre im Handel sind, zusammengesetzt werden und sind in folgenden Fachzeitschriften oder Büchern veröffentlicht worden:
1.) gyne 7/1994 ; Dr. Klaus Umbreit
(„Warum nicht das Gestagen mit natürlichem Östradiol kombinieren?)
2.) TW Gynäkologie 8/1995 ; Dr. K. Umbreit („Die Pille für die Frau über 40!“)
3.) „Climacterium feminale“; Buch (Prof. Dr. F. Husmann) Pamminger
Verlag, Leonberg; 1995
4.) „Männlichkeit & Hormone“; Buch (Dr. Klaus Umbreit) Cavallier
Verlag, Overath; 3. Auflage; 2000
Diese Antibaby-Pillen haben fast kein Thromboserisiko und sind außerordentlich gut verträglich. Darüberhinaus arbeiten die Eierstöcke dezent mit −ohne Ovulation− (das gilt nicht für die Pille Qlaira!), so dass alle jungen Frauen ihren ungebremsten Lebensfrohsinn behalten. Alle Kombinationen sind bei pünktlicher Einnahme eine sichere Verhütung!
Und als letztes und ebenso wichtiges Kriterium gilt der Erhalt der 19-Hydroxylase (s. Enzymtafel) als abbauendes Enzym des hautschädlichen Androstendion in der Nebennierenrinde. Bei der reinen Hautpille ist auch das Chlormadinonacetat als cytoplasmatischer Rezeptor-Binder eingesetzt.
Zusammensetzung:
biogene Hautpille
(gegen starke Akne & übermäßigen Haarausfall / ½ Jahr)
|
21 Tage |
4 mg Estradiol |
(2x1 Estrifam) |
|
|
2 mg Estradiolvalerat |
(Progynova 21) |
|
|
2 mg Chlormadinonacetat |
(Chlormadinon) |
7 Tage Pause
biogene Hautpille
(nach 6 Monaten schwächere Ausführung)
|
21 Tage |
4 mg Estradiol |
(Estrifam 2x1) dazu |
|
8 Tage |
1 mg Chlormadinonacetat |
(1/2 Tablette Chlormadinon) |
|
8 Tage |
2 mg Chlormadinonacetat |
(1 Tablette
Chlormadinon) |
|
5 Tage |
1 mg Chlormadinonavetat |
(1/2 Tablette Chlormadinon) |
7 Tage Pause
Die Pille für die Frau über 40
21 Tage 2 mg Estradiolvalerat
kombiniert in den ersten 9 Tagen mit 0,03 mg Levonorgestrel
und in den weiteren 12 Tagen mit 0,15 mg Levonorgestrel
Rezept: 3 OP Klimonorm
1 OP Microlut (stets nur die ersten 9 Tage zu Klimonorm)
Die Pille für Frauen unter 40
Wie die Pille für die Frau über 40, aber zu den 21 Tagen Klimonorm zusätzlich
Estrifam 2 mg. Diese Pille
für die Frau unter 40 wird stets am 3. Blutungstag wieder neu begonnen.
(Sollte wegen einer Unregelmäßigkeit eine Zwischenblutung eintreten, dann 4
Tage keine Tabletteneinnahme und neu beginnen).
Die Zusammensetzung von Klimonorm gibt es seit 2006 nun auch bei der Firma Bayer-Schering unter der Bezeichnung Cyclo Progynova N. Die Kombination von Estradiol und Estradiolvalerat betreffend (da Estradiolvalerat 2 mg für jüngere Frauen unterdosiert ist und die protrahierte Östrogen-Aufnahme die Blutspiegel für eine Verhütungspille noch zusätzlich verringert) teilte 1994 die Firma noch mit, dass ihre Chemiker keinen Unterschied zwischen Estradiol und Estradiolvalerat sehen. Jetzt ist in dem Beipackzettel vermerkt, dass 2 mg Estradiolvalerat nur der Menge von 1,53 mg Estradiol entspricht !
Blutserum-Untersuchungen der entscheidenden Parameter von 17ß-Östradiol (E2) und Androstendion bei entsprechenden Antibaby-Pillen nach einem Jahr und nach 2 Jahren Einnahme. (EE = Ethninylöstradiol; E2 = biogenes 17ß-Östradiol).

In der Östrogen-Tabelle ist dargestellt, wieviel % der Pillen-Einnehmerinnen von unterschiedlichen Ovulationshemmern ein 17ß-Östradiol im Serum von unter 20 pg/ml aufwiesen. (Nach den Wechseljahren wird die zu allgemeinen Körperschäden führende Grenze von unter 25 pg/ml angegeben).

In
der Androstendion-Tabelle ist dargestellt, wie
viel % der Pilleneinnehmerinnen von unterschiedlichen Ovulationshemmern ein
Androstendion im Serum von über 2,4 ng/ml aufwiesen. (Bei Werten über 2,4 ng/ml
klagten die Patientinnen durchschnittlich über Akne und starken Haarausfall – zum Teil auch Frauen, die zytoplasmatische
Rezeptor-Binder einnahmen.)
Diese Serum-Untersuchungen wurden 1995-1997 an 438 Frauen mit entsprechenden
Ovulationshemmern durchgeführt.
Bezüglich der Gesundheitsvorsorge bei Frauen sollte gerade bei den
jüngeren Frauen schon frühzeitig durch Einsatz biogener Verhütungspillen, und nach
dem 50. Lebensjahr mit gezieltem Östrogen-Ersatz Alterungsschäden vorgebeugt
werden. Dabei sollte wegen der sonst zu erwartenden Leberschäden und der
Karzinom-Gefahr in jedem Fall auf artfremde Östrogene verzichtet werden (also
auch Pferde-Östrogene!) Außerdem ist nach den Wechseljahren abzuwägen, ob beim
Östrogen-Ersatz durch niedrigste Dosierungen auf Schwangerschaftshormone
verzichtet werden kann (da eine zusätzliche Begrenzung der Proliferation der
Gebärmutterschleimhaut so nicht mehr erforderlich ist). Die Verwendung von
Gestagenen in der Postmenopause zeigt eine höhere Karzinomrate! Große Erfolge
hatten hier auch Gaben von biogenen Androgenen zusätzlich zur
Östrogen-Substitution (DHEA). Wenn die verabreichte Östrogen-Menge nach dem 50.
Lebensjahr so niedrig gewählt wird, dass die jugendliche Aromatisierung der
Nebennieren-Androgene nicht überschritten wird, dann kann auf die in diesem
Alter problematischen Gestagene ganz verzichtet werden.
Gesundheitsfragebogen1
zur Hormonuntersuchung
Anschrift: --------------------------------------------------------------------------------------------------Fax.Nr.:
Name:
Vorname: Geb.:__________
Medikamente:______________________________________________
Berufl.
Belastung?___________________________________________
Private
Belastung?___________________________________________
letzter
Frauenarzt-Besuch:_______Welche Pille?:___________________
Dr. Klaus Umbreit - ehemaliger Oberarzt einer Frauenklinik - war 1973 -
2002 Leiter eines Forschungslabors für andrologische Endokrinologie in Köln.
Er wurde durch seine jahrelange Tätigkeit auf dem
Gebiet der geschlechtsspezifischen Endokrinologie in Diagnostik, Therapie und
Forschung international bekannt. Seine Entdeckung der Lebensnotwendigkeit des
sog. weiblichen Hormons „Östrogen“ (17ß-Östradiol) für den Mann ließ er 1993
durch ein Patent beim Deutschen Patentamt (DE 43 26 948 C1) besiegeln. Darüber
hinaus entwickelte er die erste einsatzfähige Verhütungspille mit
ausschließlich natürlichen Östrogenen (DE 43 39 934).
eMail: umbreitK@aol.com
Gibt es bald die hormonale
Verhütungs-Pille für den Mann?
Nach dem neuen
„Anti-Doping“-Gesetz könnten Ärzte, die mit „Verhütungsspritzen“ Männer dopen,
bestraft werden. Männer, die eine derartige „Verhütung“ betreiben, würden des
Dopings überführt und für Meisterschaften gesperrt werden.
Warum eine hormonale Verhütungspille
für den Mann für Fachleute schon 1999 als „unmöglich“ galt, ist in
„Männlichkeit & Hormone“ (1999) nachweislich beschrieben worden:
a.) Die Sperma-Produktion ist
hauptsächlich abhängig von den Hormonen Testosteron, 17ß-Östradiol, FSH und LH.
Das Produktionsschema kann durch Zuführung von Hormonen ~insbesondere durch ein
Schwangerschaftshormon (Progesteron oder
ein synthetisches Gestagen)~ unterbrochen werden.
b.) Die Potenz ~ als zweites
Kriterium für die Fortpflanzung ~ ist ebenfalls von den Hormonen des Mannes
(Testosteron, 17ß-Östradiol, LH und FSH) abhängig. Gestagen ist hier also in
jedem Fall „Gift“. Hinzukommt, dass die Libido (der Geschlechtstrieb) nicht von
der Höhe des Testosteron-Spiegels im Serum, sondern seiner Pulsatilität (stoßweisen
Ausschüttung, bzw. seinen Serumschwankungen) abhängt.
Nun kamen Halb-Fachleute auf die Idee, da hohe Testosteron-Gaben die
Spermien-Produktion inhibieren (hemmen), den Männern entsprechend hohe
Testosteron-Gaben zu verabreichen. (Aus forensischen Gründen suchte man sich
die ersten Probanden im asiatischen Armenhaus).
Da der Erfolg mäßig war, kombinierte man das Testosteron mit Gestagenen. Die
zwangsläufige Beeinträchtigung der Potenz glaubte man durch das zugeführte
Testosteron ausgleichen zu können.
Für wirkliche Fachleute war aber in
den 90er Jahren schon klar, dass damit das pulsatile Sekretionsmuster verloren
geht und ein guter Liebhaber, der mehrmals täglich in der Lage war,
Geschlechtsverkehr ausüben zu können, diese Qualität verliert.
Toxikologie : Testosteron (besonders in hohen
Dosierungen) beeinträchtigt die Leber negativ. Insbesondere verringert es die
Produktion von Bindungseiweißen für Geschlechtshormone (SHBG), für Cortisol
(CBG) und für Thyroxin (TBG). Die gleiche negative Leberwirkung haben
Gestagene, welche die negative Leberbeeinträchtigung des Testosterons noch
potenzieren. Damit fehlt also für alle drei Hormonarten die Reserve, da
Bindungseiweiße ein Reservoir darstellen. (Im Ausdauersport wäre das wegen des
schnell verbrauchten Cortisols von großem Nachteil!) Zudem kommt es beim
Anabolika-Konsum zum Substanzaufbau von Muskelmasse, wodurch ein höherer
Muskelmetabolismus die Leber zusätzlich belastet. Darüber hinaus führen höhere
Dosierungen ungebundenen Testosterons zum Wachstum der Prostata und zum
Wachstumsantrieb „schlafender“ Prostata-Karzinome. Und eine wichtige
gesundheitsschädliche Nebenwirkung beider Hormonarten (Androgene und Gestagene)
darf nicht vergessen werden: sie erhöhen die Lipoproteine der Leber, wodurch
Schlaganfälle drohen!
Eine besonders toxische Wirkung darf bei dieser Art einer
„Verhütung“ nicht übersehen werden: bei einer verstärkten Aromatisierung der
hohen Androgen-Dosierungen wird die Brustkrebsrate bei Männern um ein
Vielfaches ansteigen, zumal es bei einer Kombination mit Gestagenen zur
vermehrten Kernteilung, aber nicht primär zur Zellteilung kommt. Damit wird die
Transformation der Brustdrüsenzelle zur Karzinom-Zelle begünstigt!
Darüber hinaus kommt es bei der dauerhaften Verabreichung von
Gestagenen und Androgenen beim Mann zur Atrophie (Schrumpfung) der Hoden (also
zu „Mini-Hoden“), was die gleichen psychischen Störungen wie bei Frauen nach
der Brustamputation zur Folge hat.
Es war also schon in den 90er Jahren
klar, dass ein hormonales Eingreifen in den gesunden Hormonzyklus eines
fertilen Mannes aus toxikologischen Gründen, und wegen der Verschlechterung der
Lebensqualitäten für Mann und Frau, nicht schadlos möglich ist.
Schon damals wurde als einzige
Perspektive für eine Verhütungspille für den Mann der Weg über Enzyme
aufgezeigt, welche die Spermareifung und Spermien-Beweglichkeit steuern.
Männergesundheit &
Hormone
Das Altern
beginnt beim Menschen durch Enzym-Schwächen. Diese chemischen Katalysatoren
können im Allgemeinen nicht ersetzt werden. Viele, die Jugendlichkeit fördernde
Hormone werden defizitär. Andere, eher problematische Hormone, werden verzögert
abgebaut oder durch Rezeptor-Mangel vermehrt produziert (s. Hypertonie oder
Insulin-Resistenz). Das Altern kann durch Hormongaben nicht verhindert werden,
aber ein frühzeitiger Ausgleich - entsprechend der Serumspiegel eines
40jährigen Menschen - kann das körperliche Altern verlangsamen. Dadurch können
krankmachende Alterungsschäden mehr als zehn Jahre hinausgeschoben werden.
Alle Initiativen
zur Verbesserung der Männergesundheit nach dem 50. Lebensjahr und damit der
Lebensqualität im dritten Lebensabschnitt müssen außer den psychischen und
soziologischen Aspekten ganz enorm die schwindende körperliche
Funktionstüchtigkeit berücksichtigen. Die erstgenannten Umstände können nicht
eine Vergrößerung der Prostata, das Prostata-Karzinom, das vermehrte Auftreten
von Herzinfarkten oder Schlaganfällen, noch Herzrhythmusstörungen mit letalem
Ausgang allein verursachen. Auch die Altersarthrose, die Osteoporose und die
Wirbelsäulenschäden durch Knorpelschwund haben hormonale Ursachen - häufig in Kombination mit Bewegungsmangel.
Unausweichliche Alterskrankheiten, wie etwa erblicher Altersdiabetes oder
Hypertonie mit Lipid-Abbaustörung führen auch unerkannt nicht sofort zum Tod,
wenn die Blutgefäße hormonell verjüngt wurden. Bei Kenntnis dieser
Alterskrankheiten helfen noch rechtzeitig entsprechende Medikamente und die
Lebensführung kann dann darauf eingestellt werden. Bei der Krebsvorsorge des
Mannes sollte also das PSA (Prostataspezifische Antigen), die Urinuntersuchung
auf Chlamydia trachomatis und pneumoniae (entzündliche und metabolische
Karzinom-Ursachen), Zucker und Eiweiß (Ausschluss einer Diabetes- oder
Lipid-Nephrose), die Blutserumwerte auf Triglyceride und LDL, sowie SHBG,
17ß-Östradiol und das prostatarelevante Androstendion untersucht werden.
Außerdem sollte eine Antikörperbestimmung auf Mycoplasma pneumoniae, Chlamydia
trachomatis und pneumoniae (mit Titer-Angaben von IgG und IgA) und eine
Antikörperbestimmung auf Schilddrüsenerkrankung erfolgen.
Eine Krebs- bzw.
Gesundheitsvorsorge hat nur dann einen Sinn, wenn bei pathologischen
Auffälligkeiten durch eine rechtzeitige Behandlung der optimale
Gesundheitszustand weitgehend wieder hergestellt werden kann. (Beitrag f. die „Bielefelder
Initiative“ zur Erstellung eines Männergesundheitsberichtes f.d.
Bundesgesundheitsministerin)
(auch
veröffentlicht im Lifestyle-Kongressband der Universitäts-Frauenklinik
Heidelberg/1999)
Dr. Klaus Umbreit
Am 12.11.1999 fand in Heidelberg unter
Schirmherrschaft der Universitäts-Frauenklinik eine Sitzung „The Aging Male“
einen Tag vor dem Lifestyle-Symposium statt. Dabei prallten die Ansichten über
die Zuständigkeit für die hormonale Betreuung des alternden Mannes aufeinander.
Von Seiten der Urologen wurde eine Weiterbildung der Frauenärzte in
andrologischer Endokrinologie als ein Fortschritt in die falsche Richtung bewertet.
Die Gynäkologen wiederum frohlockten mit ihrem „endokrinologischen
Verständnis“.
Nun müssen zu einem Bericht über die endokrinologische Männersprechstunde zwei
grundlegende Zukunftsperspektiven aufgezeigt werden:
1.) Die
hormonale Betreuung des alternden Mannes gehört in die Hand eines urologisch
vorgebildeten andrologischen Endokrinologen. Der zukünftige Männerarzt kann
also nur ein Urologe sein.
2.) Diesen zukünftigen Männerärzten muss es klar sein (und
das muß allgemein bekannt sein), dass Männer, die wegen Hitzewallungen und
Herzrhythmusstörungen hormonale Hilfe suchen, nicht unbedingt am Penis und
nicht im After Manipulationen − evtl. noch vor Damen als Zuschauer −
wünschen, wenn sie dort keinerlei Beschwerden haben. (hier sollte ein klärendes
Gespräch vorangestellt werden und es sollten entsprechende Aufklärungsblätter
existieren).
Zu
dem Thema „Männer-Sprechstunde“ haben in Heidelberg Prof. Leidenberger aus
Hamburg, Prof. Wolf aus Ulm, Prof. Metka aus Wien und meine Wenigkeit aus Köln
Vorstellungen über den Ablauf vorgetragen.
Aus Erfahrungen von über 20 Jahren Hormonsprechstunde für Männer hat sich im
Forschungslabor für Andrologische Endokrinologie in Köln folgendes Sprechstundenschema bewährt:
ca. 20 Minuten Erstgespräch:
a.) Beschwerden
b.) Bisherige Medikamente
(Psychopharmaka; RR-Mittel; Thyroxin)
c.) Art der beruflichen
Belastung
(früherer Kontakt mit Giften, Metallen,
Deponien)
d.) letzte urologische
Untersuchung
e.)
letzte
Kohabitation (Aufwacherektionen ?)

Erläuterungen und
Bewertungen: Zum Screening
E2
Ein niedriges 17ß-Östradiol zeigt, dass die Aromatisierung von
Hoden-Testosteron (Cortisol-Defizit?), das Hoden-Testosteron selbst, die
Nebennierensteroidsynthese oder deren metabolisierende Enzyme nachgelassen
haben.
Ein Serum-E2 unter 25 pg/ml führt zu Schleimhautschäden einschließlich an
Leber- und Drüsenzellen (Thyreoidea; Pankreas; Speicheldrüsen; u.s.w.), zu
Neurotransmitterdefiziten (Herzrhythmusstörungen), ß-Endorphin-Mangel
(Nivellierung der Hodenpulsatilität), Depressionen, Schlafstörungen und
Gelenksbeschwerden. Nicht zu vergessen ist die Notwendigkeit des E2 für die
NO-Bildung und damit für das potenzerhaltende cyklische Guanosin-Monophosphat
(cGMP).
SHBG
Ein niedriges SHBG (unter 30 nmol/l) kommt
durch E2-Mangel, Fettleber, zu hohes Hodentestosteron oder hohe NNR-Androgene
(Androstendion) zustande. SHBG-Mangel begünstigt Prostatawachstum und Ejaculatio
praecox. Außerdem lässt es Rückschlüsse auf die gesamte Proteinsynthese der
Leber zu (CBG; TBG). Ein zu hohes SHBG (über 70 nmol/l) kommt durch
Hyperöstrogenämie, starke Verringerung des Hodentestosterons im Vergleich zum
E2, Hyperthyreose, Leberzellwucherungen im Sinne einer beginnenden Zirrhose
oder Alkoholismus zustande. Ein hohes SHBG führt zur Impotenz, Anorgasmie,
Muskelschwund, und zeigt evtl. auch eine verringerte Bioverfügbarkeit von
Cortisol und Thyroxin an.
Cave! Zur
Bindungsproteinsynthese gehört auch die Bildung von IGF-3 BP
(Insulin-like-Growthfaktor-3 Binding-Protein). Da Wachstumshormone bei
Östrogen-Mangel auch vorübergehend vermehrt gebildet werden können (Kinn-,
Gesichts-, Extremitäten-Verplumpung),
kann ein Mangel dieses Bindungsproteins zur Transformation von unreifen Zellen
zu Tumorzellen führen. Auch eine unterschwellig alkoholgeschädigte Leber, oder
eine Fettleber bei allgemeiner Adipositas führen zum
Bindungsproteinsyntheseschaden, erhöhen damit die Krebsgefahr und fördern
obendrein den Haarausfall - bei Mann und Frau.
Androstendion
(gute Werte 1-2 ng/ml). Der Serumspiegel ist
hauptsächlich adrenalen Ursprungs. Nur etwa 1% dieses Präcursors wird zu
Testosteron. Aber auch hier hält das Enzym 17ß-HSD mit Hilfe des Co-Faktors
NADP (Nicotinamid-adenin-dinucleotid-phosphat)
ein Gleichgewicht. Ein Androstendion unter 0,5 ng/ml zeigt eine
Altersnebenniere im Sinne einer Post-Adrenopause an. Hieraus kann ein E2-Mangel
resultieren. Werte über 2,4 ng/ml zeigen eine allgemein vermehrte
Steroidsynthese in der Zona reticularis an oder ein Aufstau durch Behinderung
des Metabolismus infolge Enzymmangels (19-Hydroxylase; Aromatase;
17-Keto-Reduktase). Androstendion bindet kaum an SHBG (!) und dringt
ungehindert in die Prostatazellen ein, wo es über Testosteron zu 5alpha-DHT
metabolisiert wird. Außerdem führen höhere Serumwerte zu Depressionen,
Psychosen, Akne und Alopezie (bei Mann + Frau). Ein hohes Androstendion bei
gutem DHEA-S (100- 200 µg/dl) passt durchaus zu einem niedrigen E2 und ist als
schlecht zu bewerten.
Bei
Potenzproblemen
DHEA-S
zeigt prinzipiell die Jugendlichkeit der Nebenniere an. Werte unter 50 µg/dl
zeigen die Post-Adrenopause und führen zum E2-Mangel. Werte über 300 µg/dl
kommen entweder durch eine vermehrte Steroidsynthese in der Zona reticularis
(wie beim Adreno-genitalen Syndrom) mit Cortisol-Defizit und hohen
NNR-Androgenen und –Östrogenen, oder durch Enzymschwächen mit Rückstau
des Androstendion zustande. Beide Formen können die Potenz negativ
beeinflussen, da das daraus resultierende Testosteron das Pulsationsmuster von
Hypophyse und Hoden stört. Bei jüngeren Männern kann eine angeborene Schwäche
der 21-Hydroxylase zum Aufstau des 17alpha-Hydroxyprogesterons führen.
Dadurch entsteht durch die 17/20-Desmolase auch zu viel Androstendion (auch
DHEA) und wiederum zu viel NNR-Testosteron. Deshalb ist ein hohes
Gesamt-Testosteron immer verdächtig und der extragonadale Testosteron-Anteil
steht dem Potenzmechanismus eher entgegen. (Da das freie Testosteron sich zum
SHBG wie ein reziprokes Korrelat verhält, ist dessen Bestimmung nicht
erforderlich). Wie überhaupt ist die Bestimmung des Testosterons kaum
erforderlich, da auch eine Testosteron-Therapie lediglich bei einem zu hohen
SHBG sporadisch vonnöten ist. Prolaktin hat eine inhibierende Wirkung auf die
GnRH-Bildung im Hypothalamus (im nucleus arcuatus). Eine dadurch verringerte
LH-Ausschüttung vermindert die Hodenaktivität. Oft ist eine
Dopamin-Verringerung infolge E2-Mangels die Ursache (der Neurotransmitter
Dopamin gilt als Gegenspieler vom Prolaktin). Gynäkomastie bei niedrigem E2
sind hierdurch möglich.
Es muss darauf hingewiesen werden, dass viele „Psycho-Pharmaka“ das Dopamin
supprimieren und dadurch eine Hyperprolaktinämie verursachen, welche die Potenz
negativ beeinträchtigt. (Auch eine Schwäche der 3ß-HSD, wodurch das DHEA nicht
zu Androstendion, sondern durch die 17ß-HSD zu Androstendiol abgebaut wird,
kann zur Gynäkomastie bei niedrigem Serum-E2 führen, da Androstendiol als
einziges Androgen an die E2-Rezeptoren der Brustdrüsen zu binden vermag und
dort über Testosteron zu 17ß-Östradiol metabolisiert wird).
Nicht selten ist eine Hyper-Prolaktinämie mit einer Hypothyreose, einer
Schilddrüsenunterfunktion vergesellschaftet. In jedem Fall sollte bei erektiler
Dysfunktion eine Bestimmung der schilddrüsenspezifischen Werte FT 4 und TSH
(freies Thyroxin und Thyreoid-stimulierendes Hormon) erfolgen. Eine Behandlung
mit Schilddrüsenhormonen oder evtl. nur Jod-Gaben sind dann die einfachste Art
der Potenztherapie. Auffallend ist, dass scheinbar Frauen einer derartigen
Behandlung häufiger bedürfen! (Weil zu
wenig Männer untersucht werden). Selbst wenn FT 4 und TSH im Normbereich
liegen, sollten die bloßen Zahlen von FT4/TSH einen Quotienten über 1
aufweisen (s. latente Hypothyreose). Anderenfalls sind Jod-Gaben erforderlich,
da der Patient sonst weniger belastbar ist. (Die
Unsinnigkeit, Schilddrüsenhormone anstatt Jod bei euthyreoten Werten zu geben,
um eine Schilddrüse zu verkleinern, geschieht aus Unwissenheit über die daraus
resultierenden Schäden. Osteoporose, Schlaflosigkeit, darauf Cortisol-Defizit
mit all seinen Folgen, sowie eine verringerte körperliche Flexibilität
resultieren daraus. Ein SHBG über 70 nmol/l
− durch Thyroxin −
verursacht obendrein auch Impotenz!). Eine schilddrüsenspezifische
Antikörperbestimmung ist zum Ausschluss einer Thyreoiditis ratsam.
Bei Gesundheitsproblemen
Herzrhythmusstörungen,
Bluthochdruck, Depressionen, Schlafstörungen und Ödeme kommen von einem
Fehlverhalten der Neurotransmitter und der Elektrolyte. Das Aldosteron sorgt
für die Rückresorption von Natrium und Wasser. Damit hat es einen
entscheidenden Einfluß auf die Blutdruckregulation. Obendrein wird die
Aldosteron-Ausschüttung aus der Nebenniere durch das ebenfalls
blutdrucksteigernde Angiotensin II, ausgehend von dem Leberalpha-Globulin
Angiotensinogen, stimuliert. Cortisol-Defizite oder auch Cortisol-Schwankungen
durch die veränderte Cortisol-Synthese oder den veränderten Metabolismus
entsprechend der Adrenopause verbunden mit der veränderten Stresslabilität
führen zum Aldosteronanstieg. Häufig kündigt sich ein solcher sekundärer
Hyperaldosteronismus durch generelles Hautjucken, und dies besonders stark auf
dem Rücken oder an den Beinen an. Bei fortgeschrittener Postadrenopause folgt
oft ein Hypoaldosteronismus mit „Austrocknung“ des gesamten Körpers. Eine
Normalisierung des E2-Spiegels normalisiert auch dann das Aldosteron. (gut nach
Ruhe: 40-160 pg/ml). Ein sek. Hyperaldosteronismus kann also jederzeit akut
tödlich sein!
Das Parathormon ist abhängig von der jugendlichen Qualität der
Drüsen (also auch von den Östrogenen), vom Kalzium, vom Vit. D3 und von den
Schilddrüsenhormonen. Chronischer E2-Mangel führt nicht nur zum Mangel an
1alpha-25-OH-D3-Hydroxylase mit nachfolgendem Vit. D3-Mangel, sondern auch zur
Altersschädigung des Darmes mit dem daraus resultierenden sekundären
intestinalen Hyperparathyreoidismus. (Parathormon intakt über 50 pg/ml). Das
erhöhte Parathormon holt ionisiertes extracelluläres Kalzium aus den Knochen.
Dieses kann zu Angina pectoris, Migräne, Parkinson, Alzheimer, Hautkribbeln,
Wadenkrämpfen, chronischem Husten bis zu Asthma, Knochenschmerzen und
Schlaflosigkeit führen. Ja selbst bei jungen Männern haben wir Schlaganfälle
und Herzinfarkte bei tertiärem Hyperparathyreoidismus gesehen! Achtung! Es ist
also u.U. auch ein todbringendes Hormon.
Über die Wertigkeit der Schilddrüsenfunktion (s. auch oben) braucht im
Zusammenhang von Gesundheitsproblemen nicht berichtet zu werden, da sie
allgemein bekannt ist. Allerdings ist eine Hypothyreose oder latente
Hypothyreose (TSH vergleichsweise höher als Ft4) oft mit einem
Hyperparathyreoidismus kombiniert.
Dem Cortisol als
Hormon des Lebens (biochemisch ist Cortison eine unwirksame Vorstufe des
biologisch aktiven Cortisol! /H.Kaiser u. H.K.Kley: „Cortisontherapie“) kommt
eine Sonderstellung zu. Im Alter ist die Produktion und der Metabolismus
verringert, doch der Serumspiegel soll in Ruhe unverändert bleiben
(vormittags: 5-25 µg/dl; gut 10-20 / nachmittags um 16 Uhr nicht unter 5
µg/dl). Natürlich ist bei erhöhtem Bedarf der alte Mensch schlecht dran. In der
Adrenopause ist der Rückgang von Synthese und Metabolismus
oft nicht synchron. Dadurch kommen oft erniedrigte, aber auch erhöhte
Cortisol-Spiegel vor. Hohe Werte stehen für Osteoporose und Hypertonie.
Niedrige Werte zeigen besonders die drei Hauptwirkungen des Cortisol auf:
Das Cortisol begrenzt räumlich wie auch zeitlich den
entzündlichen Abwehrmechanismus. Außerdem holt es Glykogen als Energielieferant
aus der Leber und stellt es den Muskeln und
dem Gehirn zur Verfügung. Es verhindert so eine Verfettung und es erhält
die kognitive Leistung. Darüber hinaus stabilisiert es den Kreislauf und
verhindert so einen vikariierenden Anstieg von Adrenalin und Aldosteron. Bei
körperlicher Belastung wird das Cortisol des älteren Mannes schnell defizitär.
(weshalb es bei allen Massen-Marathonläufen zu mehreren Todesfällen
durch Herz-Kreislaufversagen bei Männern über 50 kommt. Manchmal sind
die Männer noch jünger!). Bevor es zur Unterversorgung der Muskulatur mit
Glykogen kommt, ist die Versorgung des Hirns mit Glykogen schon eingeschränkt.
Auch der Kreislauf läuft Gefahr zusammenzubrechen. (Deshalb kann auch bei
älteren Männern die Potenzpille Viagra schon mal tödlich sein. Nach dem Konsum
von Sildenafil entsteht eine erhöhte körperliche und psychische
Stress-Situation mit erheblichen Cortisol-Bedarf. Morgendliche Serumwerte von
unter 5 µg/dl können dann die Ursache von Adrenalin-Blutdruckkrisen oder
Herzrhythmusstörungen infolge Elektrolytverschiebungen nach Aldosteronanstieg
sein. Bei solchen Männern wäre es sinnvoll, mit Viagra auch 10 mg Prednisolon
zu verabreichen.)
Im höheren Alter führt die Adrenopause mit
erheblichem Cortisol-Defizit (wie der Hyperinsulinismus) zur Unterversorgung
des Gehirns mit Glucose. Das Gleichgewicht von Glycosylierung und
Phosphorylierung ist gestört und führt im Zusammenhang mit einem
Östradiol-Defizit im Serum von unter 35 pg/ml zur Alzheimer-Krankheit!
(die Einzelheiten dieser pathologischen Adrenopause sind in dem Buch von Marc
Chatenieu beschrieben; Seite 283. Siehe: www.Gehirn-und-Seele.de
). Zudem zeigt die Krankheit Zeichen einer chronischen Entzündung, welche durch
nicht erkannte, anhaltende Chlamydien-Infektionen verursacht sein kann (was leicht durch die
Antikörpe-Bestimmung nachweisbar ist).
Bei
Schweißausbrüchen/Hitzewallungen
Erhöhte Gonadotropinwerte
kommen auch bei Männern vor. Hier kann Testosteron als Medikament hilfreich
sein. Ist die Ursache ein Hyperaldosteronismus, so sind Diuretika
hilfreich.
Sterilität
(mangelhafte Spermaverflüssigung)
Hier haben sich auch bei
jungen Männern die Screening-Parameter bewährt. Die Proteincarbonyl-Methylase für
die Spermaverflüssigung ist Östrogen-abhängig. Gaben von 0,5mg mikronisiertem
E2 über 6-8 Wochen haben bei Werten unter 25 pg/ml dann zur Schwangerschaft
geführt.
Die Therapie bei Gesundheitsproblemen
oder Potenzproblemen ist zwar nicht sehr schwierig, doch müssen diverse
Zusammenhänge berücksichtigt werden. Diese hormonellen Zusammenhänge in einem
Kurzbericht über die endokrinologische Männer-Sprechstunde aufzuführen ist
nicht möglich.
Gesundheitsfragebogen2
zur Hormonuntersuchung
Anschrift: -----------------------------------------------------------------Fax.Nr.:
Name:
Vorname: Geb.:__________
Medikamente:______________________________________________
Berufl.
Belastung?___________________________________________
Private
Belastung?___________________________________________
Letzter
Männerarztbesuch:____________________________________
VERÖFFENTLICHT IM JOURNAL
FÜR MENOPAUSE
Bisher
berücksichtigte man nur das Sexualhormon Testosteron aus den Hoden. Da
impotente Männer oder auch gesundheitlich gealterte Männer nicht unbedingt
niedrige Testosteron-Spiegel haben, konnte man sich keinen Reim über Hormonstörungen des Mannes – insbesondere des alternden
Mannes – machen.
Auch
bis zum Jahr 2012 (!) ist noch kein Lehrbuch über
Andrologische Endokrinologie erschienen! (Das neue Männer-Hormonbuch „Der Phallus-Komplex“ von Marc
Chatenieu ist der erste Schritt zum Lehrbuch.) Zum Zeitpunkt des
Erscheinungsdatums von „Männlichkeit & Hormone“ (1999) gab es nicht einmal
den Begriff „Andrologische Endokrinologie“! So gibt es also keine einheitliche
Ausbildung von Studenten und angehenden Fachärzten über das hormonale Geschehen
im Organismus eines männlichen Menschen.
Männergesundheit
& Hormone
Das Altern des Menschen
beginnt also mit diversen Enzym-Schwächen! Darauf folgen Hormon-Verschiebungen.
Bei diesem Alterungsbeginn betrifft es bei den verschiedenen Menschen nicht
immer sofort die gleichen Enzyme. (Enzyme sind chemische Katalysatoren, die ein
Hormon zu einem anderen Hormon "umbauen". - Wie oben beschrieben: Hormone sind in unserem Körper
"Motorrad-Polizisten", welche zu den Kreuzungen fahren und dort den
Verkehr regeln. Enzyme sind die
"Werkstatt-Mechaniker", welche die Motorräder fahrtüchtig machen. -
Darüber hinaus gibt es noch die Verdauungs-Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse.).
-------------------------------------------Durch
die ersten Enzym-Schwächen verändern sich die Sexualhormone aus den Nebennieren
des Mannes (Enzym-Schwächen
entstehen auch durch Umweltgifte, diverse "Wohlstands-Chemie" und
Konservierungsstoffe), sie
verändern die Hodenfunktion (Hormone und Spermien!), die
Leberfunktion, das Prostatawachstum und die Nerven-Übermittlerstoffe (Neurotransmitter). Desgleichen fand sich ein Hyper- und meistens ein
Hypo-Cortisolismus.
Solche
Hormonveränderungen können auch bei jungen Hochleistungssportlern auftreten und
zum plötzlichen (bisher unerklärbaren) Herz-Tod führen. (Herzrhythmusstörungen
bis hin zum Kammerflimmern). Der adrenale Androgen-Anstieg kann Doping
vortäuschen (nachweisbar). Auch hier sind das angeborene oder erworbene
Adreno-genitale Syndrom und die Immunthyreoiditis zu beachten. (So wird bei
Doping-Testen gerne die Relation von Testosteron und seinem Isomer
Epitestosteron herangezogen. Aber gerade beim AGS kann ein plötzlicher enormer
Stress zur erheblichen adrenalen Hyperandrogenämie führen -vor allem, wenn das
Cortisol defizitär bleibt- so dass das Verhältnis von Testosteron und
Epitestosteron aus der Balance gerät und Doping vortäuscht. Die normale Balance
stellt sich nur langsam ein. Das lässt sich nur mit einer erweiterten Hormon-
und Bindungsprotein-Analyse ersehen.) Auch wurden in drei Jahrzehnten gerade
bei jungen Sportlern mit Herz- und Kreislaufversagen oft ein
Hyperparathyreoidismus oder eine Hypothyreose erkannt. Die ursächlichen
Zusammenhänge mit den Nebennieren konnten nachgewiesen werden.
Diese Hormonveränderungen
beim Mann können durch Blutanalysen frühzeitig erkannt und ohne großen
Kostenaufwand behandelt werden.
Dadurch können positiv beeinflusst
werden:
1.) Die Blase des alternden
Mannes und Probleme beim Urinieren
2.) Das Schlafgeschehen
bezüglich des Tief- und Einschlafens
3.) Herzschmerzen,
Herzstiche und Herzrhythmusstörungen
4.) Gelenk-, Rücken- und
Muskelschmerzen
5.) Veränderung des
Interesses an Sexualität
6.) Erektionsstörungen (NO
wird durch Hormone gebildet!)
7.) Gedächtnis- und
Konzentrationsschwäche
8.) Schleimhautschäden der
Augen, Bronchien, des Magen usw.
9.) Depressionen und Verlust
des Selbstwertgefühls
10.) Eine vorbeugende
Behandlung zur Verhinderung der Alzheimer-Krankheit.
Viele
dieser Beschwerden wurden bisher als sog. Klimakterium
virile bezeichnet, entspringen
aber keiner „Menopause“ („Andropause“ bei Männern), sondern der Adrenopause
(Nebennieren-Altersschwäche), und den damit verbundenen
Enzym-Schwächen für die Entstehung der Neurotransmitter.
Da alle männlichen Ärzte diesem Alterungsprozess
ebenfalls unterliegen, werden sich die männlichen Patienten auch in der
Hormonkunde des Mannes weitergebildeten Ärzten anvertrauen können. Das können
Internisten, Urologen, Hausärzte oder (auf Privatbasis) Gynäkologen mit
endokrinologischer Ausrichtung sein.
Die Singende Säge

Klaus Umbreit (Auftritt mit
der „Singenden Säge“ 1954 in Potsdam noch mit Cello-Bogen.)
[Was man
allgemein vom Spiel auf der „Singenden Säge“ vernimmt, gleicht sehr dem Jaulen eines
Hundes, dem man auf die Rute getreten hat. Wenn ich so etwas beim Spiel meines
Vaters vernommen hätte, dann wäre bei mir sicher keine Liebe zu diesem
wunderbaren Instrument entstanden (Da schleicht sich so mancher von „unten“ an
den gewünschten Ton heran, weil er ihn auf Anhieb nicht trifft. Das aber ist
für einen schnellen exakten Tonwechsel erforderlich.) – Aber wie bei der
Hawaii-Gitarre, wird der Ton nach „oben“ hin verlassen! – Dies für
Interessenten, die dieses Instrument einmal spielen möchten.]